CounterStrike against political use of technologie
[inspic=35,left,fullscreen,thumb]Counter Developement nennt Sandro Gayken seinen Versuch über Widerstand gegen die technologische Staatsgewalt. Besonders interessant fand ich den Gedanken, dass wir physischen Zugang zu den technischen Ressourcen wiedererlangen sollten, sobald Technologie zu politischen Zwecken eingesetzt wird. Bei den Wahlcomputern kann man sich noch vorstellen, dass man als Normalbürger physische Kontrolle über das Gerät erlangen kann; bei Data Retention (Vorratsdatenspeicherung) ist das schon schwieriger Vorzustellen. Kontrolle und/oder physischer Zugang sollte sich dabei m.E. nicht nur auf die ‘technial Appliances’ beziehen, sondern auch die immaterielle Datenlage berücksichtigen: Was nützt mir die physische Kontrolle über die Server, wenn das entscheidende nicht das Gerät ist, sondern die Daten, die auf dem Gerät gespeichert sind. Ich denke, in diesem Fall kann physischer Zugang nicht gleichgesetzt werden mit der Kontrolle über die Daten. Kommt jemand an den Stecker sind die Daten evtl. verloren – was zwar als Akt des Widerstandes gelten kann, aber auch das Umgekehrte bedeuten kann. Als Beispiel sei nur an die Konfiszierung des bis dahin größten eDonkey-Servers Razorback2 erinnert: Die Behörden nahmen den Server wegen Verdacht auf Urheberrechtsverletzung vom Netz; und nicht nur vom Datennetz sondern auch vom Stromnetz. Damit hatten die Beamten allerdings sämtliche gespeicherten Userdaten aus dem 16GB großen flüchtigen Speicher (RAM) gelöscht und sich damit aller Beweismöglichkeiten für Rechtsverletzungen beraubt. Was für uns ein Glück ist kann sich aber genauso schnell ins Gegenteil kehren. Very stimulating talk!