grenzwertig
Samstag, den 27. Dezember 2008[inspic=75,left,fullscreen,thumb]Es ist zu voll. Es ist nicht möglich, sich als normal-sterblicher in einen Vortragssaal zu begeben, um einem Vortrag zu lauschen. Ich wäre ja sogar zufrieden, in einer ruhigen Ecke sitzen zu können und mir den Stream auf dem Notebook anzuschauen, aber selbst das ist eine viertelstündige Odysee. Ein freier Platz ist eine Sache, ein freier Platz mit einigermaßen Connect ins WLAN eine ganz andere.
[inspic=76,left,fullscreen,thumb]Da es bereits später Nachmittag ist, man sich fühlt, wie tief in der Nacht und die ersten Euphorienergien bereits verbraucht sind, melden sich leise Zweifel ob der Sinnhaftigkeit eines solchen Congreßbesuchs, bei dem man den Vorträgen im Prinzip kaum folgen kann. Es ist einfach zu voll. Wenn man schon zwanzig Minuten vor Beginn einer Veranstaltung nur mit Glück einen Stehplatz ergattern kann, rumtigert mit platten Füßen und keinen Platz findet um dieselben kurz auszuruhen und selbst für das Wasser, das einen hoffentlich vor den Kopfschmerzen bewahrt fast eine halbe Stunde beim Catering anstehen muss, merke ich, dass ich anscheinend zu alt oder zu spießig oder beides geworden bin, um das noch gut finden zu können.
[inspic=77,left,fullscreen,thumb]Ich versuche ein Bild von der Situation zu machen, werde im Hackcenter (wohl zurecht) angemacht, weil keine Fotos gemacht werden sollen – ich verspreche nur die Lichter zu auszuschneiden – und lande dann doch noch im Mittelbau, in der Catering-Lounge. Ich hoffe, ich kriege noch einen WLAN-Connect, der mir wenigstens erlaubt den Audiostream zu verfolgen. Noch gehts, aber noch ist auch Pause. Je mehr Notebooks, desto geringer die Chance auf den Stream. Audio scheint aber einigermaßen zu laufen, wenn man denn im WLAN eingeloggt ist.
Nun. Schwächen des letzten Jahres sind auf jeden Fall ausgemerzt worden. Die Lounge unter Saal 1 ist wieder gemütlicher. Zwar nicht so stylish wie letztes Jahr – aber ich bin sowieso eher für gemütlich. Das Netz fiunktioniert insgesamt besser, wobei ich eigentlich nur etwas über das WLAN sagen kann; Kabel habe ich noch nicht ausprobiert. Wir haben uns zwar im Vorfeld auf alles Mögliche vorbereitet, aber die Kabel sind jetzt alle bei Kollege Carsten in der Tasche. Der musste sich heute wegen akuter Kopfschmerzen schon vor 5 nach Hause ins Bett machen. Ich muss hier allein die Stellung halten – zumindest bis zu Dans Auftritt – was mir aber zugegebener Maßen auch nicht wirklich leicht fällt…