[inspic=55,left,fullscreen,thumb]Weihnachten muss erstmal überstanden sein. Vor allem die Völlerei, der Überfluss und das nicht endenwollende “fröhliche Weihnachten”. Dieses Jahr haben sich alle mit allem mal wieder selbst übertroffen!
Jetzt ist es aber soweit. Eine Bahnreise weit von Spießeroog nach Berlin; raus in die Großstadt zum jährlichen Nerdgathering. Die Schlüssel wollen noch besorgt werden, die Bude eingenommen werden, die Schlafsäcke ausgerollt werden und natürlich müssen die Karten schonmal besorgt werden. DECTs haben wir wieder nicht mit; und ich hatte mir das das ganze Jahr vorgenommen. Der Blog ist auf jeden Fall schonmal ausgerollt; der hat ja schon nach dem Lebenshauch gelechzt.
[inspic=54,left,fullscreen,thumb]Das US Copyright Board bringt alle unabhängigen Webcaster in Gefahr ihre meist onehin dünne finanzielle Situation so zu verschärfen, dass die Vielfalt des Internetradio in ernste Gefahr gerät. Es geht darum, dass neue Urheberrecht-Abrechnungsmodalitäten Geld in die Kassen der Plattenindustrie spülen soll, die sich endlich Wege ausdenkt, wie sie den Wildwuchs der Verbreitung ihrer Musik in den Griff kriegt. Da Verbreitung über das Internet anscheinend eine unüberschaubarer Vertriebsweg für Musik zu sein scheint – sie sich aber nicht in der Lage sehen, das Internet komplett abzuschaffen, sollen Musiksender, die nicht direkte Ableger der Indusitrie sind mit einer unrealistischen Abgabestruktur vom Markt gedrängt werden.
Wäre Radioparadise nicht, wäre unser Alltag grau und stumm. Bill Goldsmith, der Betreiber des beliebten Classic Rock-Senders, hat als Sprachrohr freier Internetradios www.saveourinternetradio.com ins Leben gerufen und wehrt sich lautstark gegen die Hydra der Rechteinhaber aus der Musikindustrie – unter anderem mit einer Onlinepetition. Die onehin schon existierende Benachteiligung von Webcastern gegenüber Satellitenprogrammen würde durch die neuen Urheberrechtsabgaben grotekse Ausmaße annehmen. Das scheinen auch die großen der Branche zu wittern, weshalb Bill sich mit seinem Protest in guter Gesellschaft sieht: Amazon, AOL, YouTube, MTV, Yahoo ja selbst Microsoft sind skeptisch gegenüber dem Vorstoss des Kongresses. Steve Jobs, der sich in letzter Zeit gar despektierlich über DRM äußerte, darf in dieser Liste nicht fehlen – doch hat er noch keine Taten folgen lassen – was die Free Software Foundation zu einem offenen Brief veranlasste.
Urheberrechtsschwierigkeiten sind in unserer Kompilations- und Remixkultur vorprogrammiert, das wissen wir ja bereits, doch es scheint so, als versuche die Musikindustrie ihre Kontrolle über die Musik-Produktion und -Verbreitung so stark auszudehnen, dass sie den Markt und vor allem die Inhalte in den Griff bekommen. Kleine Labels, unabhängige Künstler und Musik, die sich den herkömmlichen Vertriebs- und Produktionswegen verschließt soll systematisch ausgemerzt werden – alle andere Musik muss Geld in ihren Rachen werfen.
Herkules schwinge dich auf! Das Schwert in deiner Rechten, unserern Wind in deinem Rücken und zeige der Hydra die Kraft deiner halbgöttlichen Linken.
[inspic=53,left,fullscreen,thumb]Wer damals auf dem Schulhof Quartett mit Autos, Schiffen oder Panzern gespielt hat und jetzt gelangweilt in der Philosophie Vorlesung sitzt, kann sich bei Theory.og seine neuen Helden als Kartenspiel besorgen. Mit Strenght, Weaknes und Special Skills kann hier gestochen werden was das Zeug hält. Wem das zu intellektuell erscheint, dem sei gesagt, dass ich in Amsterdamm mal ein ebensolches Quartett von Pornodarstellern aus den 80er Jahren gesehen habe. Auch auf dem ActionFiguren Markt kann der ewig Junggebliebene seine Träume ausleben: Anthony Giddens und Michel Foucault gibt es bei Theory.org und Albert Einstein bei thinkgeek. Es wird Zeit für neue Spielsachen.
Etwas kostenlos zu bekommen ist eine gängige Methode, um Leute an ein Produkt zu binden. Es ist doch die Gewöhnung, die an alten Zöpfen festhalten lässt. Ich hatte mir schon vor 10 Jahren gedacht, dass es Firmenpolitik von Microsoft sei, die vermeintlichen Kunden an ihr omnipräsentes Produkt so zu gewöhnen, dass sie keine Alternativen mehr wahrnehmen können. Doch jetzt ist diese Annahme vom Chef der Business Division bei Microsoft bestätigt worden: wie Microsoft seine Piraten anfixt. Könnte man den Markt für Betriebssysteme mit der Autoindustrie vergleichen, gebe es neben der Formeneinheit auch keine Innovationen mehr. Ist doch Konkurenz immer ein Grund, um Technologien weiterzuentwickeln. Ein Aufschrei würde auch durch die Politik gehen; ein Produkt eines Monopolisten, das auf über 90% der Rechner läuft bzw. auf unseren Straßen – doch eigentlich undenkbar! Immerhin hat die Europäische Union das eingesehen und übt druck auf Microsoft aus: die Geheimnisskrämerei um ihre Softwareschnittstellen solle etwas entschäft werden. Ihnen ist jedoch noch nicht aufgefallen, dass die Hardwarehersteller keinen Deut besser sind, als die Checker aus Redmond. Grafikkartenhersteller leben gerade davon, ihre Treiber soweit wie möglich unter Verschluß zuhalten. Ist es also an der Zeit, sich mit anderen Systemen, anderer Hardware auseinanderzusetzen? So schwer der Umstieg auch aussehen mag – die Benutzer haben sich seit Ewigkeiten den Eigenheiten der Benutzerführung des Monopolisten angepasst. Aber ich lasse es euch wissen: Es gibt Alternativen! Und hat man deren Verhalten verstanden, wirken sie garnicht mehr so fremd und unverstehbar.
So ganz kann ich die Microsoft-Meldung allerdings nicht ernst nehmen. Es ist doch mit einigem Aufwand verbunden, Windows XP als Raubkopie am laufen zu halten; bei Vista wird es dank unzähligen Genuine-Engine-Updates fast unmöglich sein. Es wird so langsam Zeit, dass die Benutzer sich emanzipieren und verstehen, dass es auch andere Produktivsysteme ausserhalb des Klickibunti-Universums gibt. Einen Ansatz dafür scheint sich anzubahnen: Dell wird von Kunden genervt, sie sollten endlich vorinstallierte Linux-Notebooks verkaufen. Immerhin würde das nicht dem reichsten Menschen unseres Planeten zusätzlich und unnötig Geld in den Rachen werfen, oder anders gesagt: würden sie diesem Mann und seiner Werbung vertrauen?
[inspic=48,left,fullscreen,thumb]Dass es auf engem Raum mit vielen Leuten immer wieder zu Spannungen kommt, ist nichts außergewöhnliches. Doch muss es so enden, wie hier: im Büro Kampf? Es gibt doch in der modernen Office-Kriegsführung mit Sicherheit bessere Methoden, als pubertäres Schulhofgerangel. Und was soll ich sagen – ja klar gibt es die: OfficeGuns ! Mit Mitteln, die in jedem Büro zu finden sind, lässt sich tatsächlich mehr anstellen als Abheften und Wegsortieren. Also: wer einen Kollegen wie Stromberg gegenüber hat, kann sich nun mit einfachsten Mitteln wehren und plötzlich wird die Bürolandschaft zum Schlachtfeld. Doch Vorsicht ist geboten, diese Waffen funktionieren anscheinend wirklich. und auch ganz hervorragend! Auf OfficeGuns werden sie erdacht und strengsten wissensschaftlichen Tests unterzogen.
[inspic=47,left,fullscreen,thumb]Den Machern von Napster ist wohl nach den vielen Gerichtsterminen und Verhandlungen mit Plattenbossen etwas langweilig geworden. So kommen sie nun mit einer Web2.0-Musik-Community allerdings mit einem noch recht dünnen Musikangebot. Von Last.Fm verwöhnt hab ich mich auf den Weg gemacht und ein Profil, Playliste usw. zusammengeklickt. Da ich einen absolut außergewöhnlichen Musikgeschmack zu besitzen scheine, war die Suche nach Interpreten die erste und auch die schwierigste Hürde. Der anglo-amerikanische Musikmarkt mit all seinen illustren Spezies war durchaus vertreten, selbst ein paar deutsche Weltbands wie Kraftwerk sind zu finden. Alles im allem ist die Verwaltung, sprich sowas wie das erstellen der Playlisten, der Lieblingsbands und so recht gelungen. Die Sound Qualität des Webplayers ist allerdings miserabel. Auch muss Erwähnung finden, dass einem der Player nur 5 Songs pro Stunde wegzappen läßt. Falls einem danach der Musikgenuss vergeht, muss wohl oder übel die Playliste gewechselt werden.
Mein Fazit: als Erweiterung eines MySpace Accounts kann man es vielleicht gebrauchen. Auch die Idee mit den Playlisten ist gelungen. Nur wessen Musikgeschmack sich nicht ganz im Mainstream verortet, den verläßt das Portal, oder anders herum. Sollte Finetune Musikhörer binden wollen, werden sie es sich allerdings nicht leisten können, mit einer derart mießen Sound-Qualität über den virtuellen Äther zu gehen.
[inspic=46,left,fullscreen,thumb]Wie mit dem Sicherheitswahn unserer Regierung und deren Akzeptanz in der Bevölkerung umgzugehen ist, zeigt uns die Softwareschmiede, die den Bundestrojaner im Programm hat. Eine im üblichen Werbestil gängiger Antivir- und Sicherheits-Software gehaltene Lobpreisung einer unverzichtbaren Sicherheitssoftware. Ist es doch erstaunlich, wie die Bevölkerung sich ihre über Jahre des Streitens erworbenen Freiheitsrechte nach und nach wegnehmen lässt. In diesem Zusammenhang sei auf die gerade von der letzten Regierung fallen gelassenen Antiterrorgesetze der 70er Jahre hingewiesen. Vielleicht schafft Humor, was unser Demokratieverständniss, das sich im Moment nur mit “ich hab doch nichts zu verbergen” beschreiben lässt, nicht schafft: Nämlich einmal darüber nachzudenken, dass Demokratie aus eben diesen Rechten besteht und was mit ihr passiert wenn diese Stück für Stück abgeschafft werden.
[inspic=45,left,fullscreen,thumb]Was sich Menschen nicht alles ausdenken um andere, bzw. den eigenen Geldbeutel, glücklicher zu machen ist schon erstaunlich.
Gerade im Bezug auf ipod Zubehör findet sich das ein oder andere Merkwürdige Gerät. Aber wer hätte gedacht, dass es möglich ist sie im Takt des Lieblingssongs erregen zu lassen. OhMiBod macht es möglich.
In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass dieses Produkt nicht das einzige ist, das sich mit der weiblichen Libido in Verbindung mit Cyberspielzeug beschäftigt. Mit dem Spiel “Rez” für die Playstation2 wird ein kleiner Vibrator ausgeliefert der die Trance Musik des Spiels physikalisch auf den Körper überträgt, doch welchen Körperteil man so unter Massage setzt, bleibt jedem selbst überlassen. Das dachte sich wohl auch Das GameGirlAdvance und nutzte das Gerät auf ihre ganz spezielle Weise RezTranceVibratora.
Für alle die Morgens nicht gerade voller Lust auf den anstehenden Tag aus dem Bett springen und am liebsten den Wecker gegen die Wand oder besser noch, aus dem Fenster werfen würden, gibt es jetzt einen neuen putzigen Spielkameraden: der Wecker der sich vor dem Ausschalten dadurch wehrt, das er sich einfach selbst außer reichweite bringt und sich beispielsweise unterm Bett versteckt.. So muss er erstmal gefunden werden, um ihn zu deaktivieren. Einmal soweit gekommen, kann einen die kalte Dusche dann auch nicht mehr schocken.
[inspic=44,left,fullscreen,thumb]Es wird ja immer davon geredet, das Web2.0 zum einen ein soziales Phänomen ist – also Benutzer mit ihrem perönlichen Profil, mit ihren Aktivitäten in der jeweiligen Community und außerhalb miteinander verknüpft, und zum anderen eine tehnische Entwicklug, die Webapplikationen näher zu desktop-Applikationen rückt. Gestern bin ich dann über meebo gestolpert. Eine ebbasierte Muliprotocoll-Chat-Lösung. Ideal für arme Teufel hinter Firewalls und Proxysurfer. Ein erster Test lief hervorragend und die Anmutung ist wirklich ‘desktoplike’. Wer dahinter steckt kann man nicht so wirklich herausfinden, aber krass ist das allemal.