29. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=23,left,fullscreen,thumb]“Das alte Lied” und ein bis zum letzten Raum gefüllter Saal 1 wollte wissen, wie es aussieht mit der neuen Generation Konsolen. Um es kurz zu machen: die Wii ist wohl der aussichtsreichste Kandidat für Hacks, die XBOX 360 ist die sicherste Konsole und Microsoft hat die eigenwilligste Vorstellung davon, was man ihrer Box machen können soll, für die PS3 gibts bereits ein Linux direkt vom Hersteller bereitgestellt, was sie für Hacker eher uninteressant macht. Eines noch: gebrannte Spiele kann man aber wohl mit allen Konsolen spielen, dafür braucht man ‘nur’ das DVD-ROM zu knacken. Die ModChips gibts bereits zu kaufen. Bleibt für mich nur noch die Frage, ob es einen XBMC-Port für die PS3 bzw. Linux geben wird, was wohl eher eine Schnapsidee ist. Also: erstmal keine Konsole für mich in Sicht.
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29. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=20,left,fullscreen,thumb]Régine Débatty hat wirklich nicht nur einen zauberhaften Akzent. Ihre ‘Roadshow of contemprary techArt‘ war erstklassig. Eine bewegliche Protest-Eiswagen Einheit (Tactical IceCream Unit) und eiförmige BioLabs auf Skiern in der Antarktis; weit hat sie das Feld für future hacks aufgespannt. Dass es Ideen visueller Künstler ala Google Earth bereits in den 80ern gegeben hat, hätte man sich im Prinzip noch denken können, war die Mondlandung doch mittlerweile schon ein paar Tage her. Sehr gut gefallen hat uns das Tactical Ice Cream Unit.Hohes Niveau, absolut souverän vorgetragen.
[inspic=21,left,fullscreen,thumb]Erst blieben wir nur aus chillout Gründen auf unseren Stühlen im neonbeleuchteten Saal 3 sitzen, aber nach dem wir die Stühle vor uns zu uns umgedreht hatten, konnte man von einer gewissen Gemütlichkeit sprechen, die plötzlich eingekehrt war. “Das war sowieso der letzte Vortag vor der großen Pause, warum nicht einfach sitzen bleiben und genießen: ein völlig unbelastetes WLAN in Saal 3. Das mit dem Netz ist schon in vielerelei Munde und wenn man in einem vollen Saal sitzt, es ist eigentlich egal in welchem, sieht man auf den Notebook eigentlich nur noch Konsolen, die verzweifelt versuchen wenigstens einen Ping irgendwo hinschicken zu können. Bei moderater Belegung der Lounge kann man sogar dort surfen – von den paar Verbindungsabbrüchen mal abgesehen. Vielleicht haben wir ja nächstes mal alle Draft N – oder nützt das vielleicht gar nichts?
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=15,left,fullscreen,thumb]“Aus dem Leben gegriffen” ist tatsächlich eine gute Lektion. Sebastian Andres lies uns erfahren, wie ein tatsächlich Blinder Webseiten sieht. In unseren Bürogesprächen und Internetforen gibt es ja immer nur imaginierte Blinde und Leute, die von Leuten etwas erzählt bekommen haben, wie Blinde tatsächlich ihre auf Barrierefreiheit getrimmten Seiten ‘angeschaut’ haben. Die Realität sieht dementsprechend auch in manchen Dingen irgendwie unspektakulärer aus, ist aber doch beruhigend. Schaut man sich eine Seite in lynx oder links an, ist sie dann auch noch einigermaßen bedienbar, ist man schon auf einem guten Weg – die Webdesigner-Barriere ‘Blinde’ so gut wie aus dem Weg geräumt. Eine Braillezeile für ein stinknormales Asus-Notebook kostet übrigens 20.000 Euro. Damit sich die Anschaffung lohnt wollen wir alle unser bestes tun!
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=5,left,fullscreen,thumb]Die Wikipediawelle schwappt rüber zu den vermeintlichen Geeks. Was ich meine: die Verklumpung von Hackern in Spaces ist – von der organisatorischen Seite her gesehen – so interessant wie ein einarmiges PONG-Spiel gegen sich selber. Aber ambitioniert diese jungen Vereinstypen. Alle möglichen Partys können da gefeiert werden und gehackt wird da bestimmt ‘vom feinsten’. Bewundernswert allein der Elan, mit dem das Vereinsheim ‘hochgezogen’ wird. Auch die Langlebigkeit erinnert mich an den Jugendtreff der ev. Kirchengemeinde in meinem Kaff; hier stand definitv der einzige kostenlose Kicker weit und breit und vor PONG und anderem HighTech-Vergnügungsequiment – selbst zu meinen C64-Zeiten – war das eine durchaus legitime Weise seine Zeit durchzubringen. Wobei ich durchaus zugestehen muss, dass mir das derzeit auch gut gefallen hätte mit Netzwerken und anderem Kram rumzuspielen und Erfahrungen mit anderen Nerds zu teilen. Bei uns hieß das immer ‘Komm wir machen ‘ne Kneipe auf’ und manchmal beschleicht leise ein Gefühl, das man da eine gute Zeit verbringen könnte.
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=17,left,fullscreen,thumb]Diesselben Probleme, die man bei Musik sieht – und der freien Distribution von Musik – gelten etwas modifiziert auch für OpenSource-Software. Allerdings sollte es eigentlich um Marketing für OpenSource-Projekte gehen. Nun. Man kommt da immer ins Grundsätzliche – ich kriege Firefox und OpenOffice nicht recht unter ein und denselben Hut mit kleinen Projekten, die tatsächlich ini der Freizeit irgendwelcher Leute entstehen, aber das scheint mein persönliches Problem zu sein. Man braucht Marketing um den Leuten zu sagen, dass bei OpenSource nicht der Preis mit der Qualität des Produkts korreliert, sondern dass es andere Systeme gibt – geben muss – die eine einfache Klassifizierung und Bewertung des Produkts erlauben. Trotz aller Empathie, die Frauen entegenbringe, konnte Valerie Hoh leider nicht überzeugen (v.a. was die Diskussionsführung betrifft).
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=22,left,fullscreen,thumb]Tag 2. Diesmal ohne Frühstück und ohne das erste Vortragspanel. Könnte man doch Schlaf komprimieren!Da vergeht einem tatsächlich der Humor. Die traurige Verwertungskette, in der der Künstler das letzte Glied darstellt hat noch keine wirkliche Alternative hervorgebracht. Man laviert um die alten Systeme herum, schaut, wie sie ihr Geld verdienen und sucht nach einem Weg in irgendeiner Art Mimikrinatur ebenfalls Geld zum Überleben zu sichern. Eigentlich müste ma n genau dieses System hacken mit p2p -Music-payment. Aber wie überzeugt man dann möglichst viele Leute davon, dass meine Musik sich lohnt zu hören. Podcasts und MySpace erreicht doch nicht jeden – und die Leute, die morges ihr Radio im Auto anschalten (was man auch immer von diesen Leuten halten mag) schon gar nicht. Mein stärkster Punkt ist aber eigentlich Micropayment. Ohne dass das Geld-loswerden – vor allem die überschaubaren Summen – vereinfacht wird, so einfach wird wie einen Schein aus dem Portemonnaie zu ziehen, sieht es für p2p (Artist<->Listener) doch eher düster aus. DyingGiraffe ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg und mit einem Promoter wie Christian Tan kann man auch sicherlich einen guten Start machen und für eine gute Sace werben. Dass alternative Musikdistribution letztlich wahrscheinlich immer ein “Problem” einer Elite bleiben wird, hätte ich eigentlich gerne noch angesprochen.
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=10,left,fullscreen,thumb]Es wird wohl Zeit, dass wir es Konrad Zuse nachtun und uns auf irgendeinem Dorf in der näheren Umgebung (vielleicht Lich oder so) eine Scheune mieten und irgendwas wildes zusammenschrauben. Die Z1 entstand noch im Wohnzimmer – auch ein Klassiker – wohingegen die Z4 dann endlich ihr Licht der Welt in der Scheune entdeckte. Und das auch noch im schönen Hessenlande. Oma Gretls Geschichte vom Zusammentreffen mit Konrad Zuse war mir allgegenwärtig wenn auch quasi ein Privatvergnügen. Als chillout-Abschluss für einen langen Tag war das Live-Hörspiel ein voller Erfolg. Mit allem Schnick-Schnack: mehrere Stimmen, schöne zeitgenössische Samples, passende Musik und der Bill-Situation. Zuse als Künstler und Bill als… ja was eigentlich?
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28. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=14,left,fullscreen,thumb]Sehr interessant – deswegen wahrscheinlich auch bumsvoll. Aber für mathematische Ergüsse waren wir wohl eindeutig zu geschlaucht. Eine wichtige Quintssenz haben wir wohl dennoch mitbekommen: es scheint zu gehen! Mittels ausgefuchster mathemathisch physikalischer Verahren kann man herausfinden, ob a) ein Bild verzerrt, gedreht oder trapezisiert wurde – wenn mans nicht auf anhieb sieht, wie so oft – und b) man kann ein digitales Bild einer bestimmten Kamera zuordnen. (mittels des Sensorrauschen). Puuh. Für den letzten Vortrag extrem harter Tobak – aber ein sympathischer Nerd, der Vortragende. Jetzt nur noch Zuse zusehen, dann wird Tag 1 ausgeklungen.
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27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=16,left,fullscreen,thumb]Luft hol – gaaanz tief. Wikipedia ist eine Institution geworden – mit allen Vorzügen und Nachteilen, die Institutionen – und vor allem akademische Institutionen – so an sich haben. “Das klingt jetzt alles läppisch, was ich hier sag, aber überlegt mal was das für konsequenzen hätte, wenn ich die URL so und so verändere…” (Livezitat)
Man kommt sich ein bißchen vor, wie in einer propädeutischen Vorlesung von zwei total beliebten jung dynamischen Profs. Erstsemester bitte vortreten und die Sache super finden! Wikipedia ist wichtig, ich weiß, Herr Müller-Lüdenscheid. Sie werden mir aber noch erzählen, wie die neuen tollen zitierbaren URLs aussehen, oder? Nein. Anscheinend nicht. Für diese Frage muss in Zusammenarbeit mit duzenden Bibliotheken verhandelt werden und in mühevoller Kleinarbeit ein RFC ausgearbeitet werden. Doch ein Fall für ein Forschungsprojekt mit DFG-Mitteln – in fünf Jahren oder so…
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27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=13,left,fullscreen,thumb]Tracking and Tracing von Personen und Sachen. Nun. Dass Sachen tracken für Logistik-Unternehmer sinnvoll sein kann erschließt sich einem ziemlich schnell auch ohne Nachdenken. Daß Personentracking eigentlich hauptsächlich Schandluder ist, habe ich mir vorher eigentlich auch schon gedacht. Nun. Die eine oder andere Idee, die man nur aus Scifi-Streifen kennt, scheint inzwischen Wirklichkeit geworden zu sein oder jedenfalls ernsthaft erforscht zu werden. Autos, die miteinander kommunizieren um an Kreuzungen aneinander vorbei zu fahren oder ähnliches. Bei TollCollect weiß man nicht mehr, ob Toll von ‘die sammeln Daten wie toll’ kommt oder von ‘toll wie die Daten sammeln können’ kann man sich natürlich aussuchen. Datawarehouses sind übrigens Datenbanken, die alles doppelt sammeln und auch noch stolz darauf sind – und sogar Ooffice kann mittlerweile etwas damit anfangen. Insgesamt kurzweilig und, da Schwaben abscheinend nicht gerne englisch sprechen, auf Deutsch, was – ganz ehrlich – mal eine kleine Erholung war.
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