27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=12,left,fullscreen,thumb]Wie nicht anders zu erwarten: OpenSource-Software hat mit Geschenken relativ wenig zu tun. Alles, was ich bisher über die Theorie des Geschenks wußte, kam zur Sprache und wurde dafür ins Feld geführt, dass es sich hier im Falle von OpenSource-Software vordergründig nicht um eine ‘gift-society’ handeln kann: Es kommt zu keinem Austausch von ‘commodities’ – von Dingen letztlich – keine Reziprozität ist der freien Distribution inherent. Die Vorschläge von Petersen gingen eher in Richtung einer ‘demand<->sharing’ Gemeinschaft, in der das soziale Geflecht, in dem sich der Software-Entwickler befindet und befinden will, eine größere Rolle spielt, als der Aspekt des ‘kostenlosen Weggebens’. Die Gemeinschaft wird durch den ‘flow’ des Codes aufrechterhalten und diesem anzugehören bedarf es einer gewissen Einspeisung in das System (damit hätte man auch eigentlich die Bug-reporter, beta-tester und Kommentierer mit ins FOSS-Boot geholt!). Anleihen für das System ließen sich wohl auch in der akademischen Wissensgesellschaft finden, die sich – nach Aussagen von Gregers Petersen – aber in jener Hinsicht auf dem absteigenden Ast befindet!
Inspirierend auch weil ich mich in der Sprache irgendwie heimisch fühle…
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27. Dezember 2006 von Carsten Seth
[inspic=11,left,fullscreen,thumb]Wie im letzten Jahr ist Rauchen in dem Gebäude zwar erlaubt, jedoch nicht gerne gesehen. Deswegen wird sich draußen vor der Tür getroffen, das hat schon etwas von der Raucherecke auf dem Schulhof nur das hier die Nerds unter sich sind, letztes Jahr nur mit Hemd und Jacket, dieses Jahr ist es nicht so Nasskalt so das es sich definitiv im Kapuzenpulli viel besser angehen lässt.
Das Hackcenter hat seinen Character stark von “so viele Computer wie möglich” in einen Lounge-Club umgewandelt, was den Aufenthalt in den Pausen deutlich netter Gestaltet.
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27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=9,left,fullscreen,thumb]Eine geballte Ladung “passt auf eure Accounts auf und vertraut niemandem”, die schmerzt, aber auch hin und wieder sein muss – so wie Fußnägel schneiden oder zum Zahnarzt gehen. “Layers of identity”, Identitymanagement, ID-Card, vCard und wie hieß das noch bei Vista? Manchmal scheinen unsere Datenschutzengel ein wenig zu vergessen, dass es Situationen gibt in denen man tatsächlich der sein will, der man ist und glaubt zu sein. Jedenfalls war das meiner Meinung nach der berechtigte Einwand aus dem Plenum…
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27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=8,left,fullscreen,thumb]Joshua Ellis, Mr. Las Vegas, hat sein bestes gegeben und mit steilen Thesen und Überfluß-bashing sich keine Freunde gemacht. Er war in meinen Augen zwar etwas ‘schwach aufgestellt’ wollte aber – und das ist sein gutes Recht – Aufmerksamkeit für Probleme jenseits technologischer Dekadenzprobleme wecken. Mit seinen Schlußfolgerungen war er etwas vorschnell, aber ihn derart zu maßregeln war auch nicht beonders fair. Er hats doch im Grunde gut gemeint: Siehe wie sie verhungern, glaubt ihr es kümmert sie einen Dreck, wie MySpace funktioniert? Und damit hat er eigentlich einen Punkt, der ihm auch nicht streitig zu machen ist mit dem Hinweis, dass Kommunikation und Vernetzung Öffentlichkeit schaffen kann, Linderung versprechen sollte. Er kriegt in meinen Augen immerhin einen dicken Sympathiepunkt!
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27. Dezember 2006 von Guy Simonow
[inspic=6,left,fullscreen,thumb]John Perry Barlow hält uns auf Kurs. Wenigstens ethisch können wir uns noch nichts vorwerfen – bisher keinen Virus programmiert, bisher kein Spam verschickt, doch auch niemanden bisher davon abgehalten. Der Althippie aus meiner Vatergeneration hielt sich bewegend bewegt an Aufrufe zum Gutmenschtum – so ganz acidmäßig. Nur den Gürtel hätte er ein wenig weiter aufmachen können und dabei noch Hände in die Hose macht eine etwas wurstige Figur.Noch ein Wehmutstropfen: da haben wir doch tatsächlich bei unserem Host zwei DECT-Telefone gefunden, aber BEIDE funtkionieren nicht im Kongreß-Netz. Eben diese Modelle – sonst eigentlich alle! Immerhin haben wir unsere Pause dafür aufgewendet, genau das zu erfahren.
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27. Dezember 2006 von Carsten Seth
[inspic=7,left,fullscreen,thumb]Wir wollten eigentlich den Tag mit einem Kickerspiel beginnen, hatten aber dann doch in der Hetze keine richtige Muse, sodas wir nach Duschen und Stullen schmieren direkt losgezogen sind. Wir kamen zwar nicht ausgeruht aber doch sehr pünklich zur Keynote an.
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27. Dezember 2006 von Carsten Seth
[inspic=37,left,fullscreen,thumb]Frisch wie geräucherten Fisch hat uns die Hauptstadt eingesogen. Direkt vom neuen ultrakrassen Glas-und-Stahl Bahnhof ins Kongreßzentrum und erstemal eine drieviertelstunde anstehen: mitten in der Nacht. Dafür sind wir jetzt Mitglieder im Klub der vier Tage und gespannt, was uns der Kongreß so einbringen wird. Der erste Eindruck ist, das alles so geblieben ist, wie wir es vor einem Jahr zurückgelassen haben: Nerds in dunklen Räumen, gedämpfte gespannte Stimmung und eine wegweisende Gimp-Rakete. Die Unterbringung kann man ohne Übertreibung als fürstlich bezeichnen: Einzelzimmer, Riesenglotze, Kicker, 6Mbit – perfekt!
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